Der Kader ist komplett!13.07.21

Volley Luzern präsentiert fünf weitere Neuzuzüge. Damit ist das Kader für die NLA-Saison 2021/22 komplett. Trainer Marco Fölmli ist trotz bescheidenem Budget überzeugt von der Qualität der Spieler.

 
  • Tim Köpfli ist einer von zwei Spielern, die vergangene Saison schon dabei waren. Bild: Pius Amrein, Luzerner Zeitung


Text: Stephan Santschi, Luzerner Zeitung

Zwölf Spieler haben den NLA-Klub verlassen, elf Neue sind dazugestossen. Bei Volley Luzern bleibt fast kein Stein auf dem anderen, der Kader ist praktisch runderneuert worden, nur Libero Jörg Gautschi und Aussenangreifer Tim Köpfli waren schon in der vergangenen Spielzeit dabei. Neben den bereits bekannten Engagements von Edvarts Buivids, Henrik Porkka, Peer Harksen, Marcel Häfliger, Luca Müller und Jonas Wigger stossen mit Bruno Jukic, Irian Mika, Dario Schmid (alle von Absteiger Traktor Basel), Tobias Moser (Schönenwerd) und Daniel Osoko (Voléro Zürich) fünf weitere Akteure zu den Luzernern. Nachfolgend schätzt der ebenfalls neue Trainer Marco Fölmli sein Aufgebot von Position zu Position etwas genauer ein:

Libero: Der 36-jährige Jörg Gautschi bestreitet seine letzte Saison im Dress der Blau-Weissen. In seinem Windschatten soll sich Jonas Wigger (24) an das NLA-Niveau gewöhnen, er kommt von 1.-Ligist Emmen-Nord. «Jörg ist der Meister, Jonas sein Padawan», erläutert Fölmli in Anlehnung an die Ränge des Jedi-Ordens in der Filmreihe «Star Wars». In Emmen war Wigger Aussenangreifer, neben der höheren Liga muss er sich nun also auch an eine neue Position gewöhnen.

Aussenangriff: Der 25-jährige Schweizer Nationalspieler Tim Köpfli ist nach dem Abgang des Tschechen Dominik Fort der Leader auf dieser Position. Hinter ihm in der Hierarchie folgt Luca Müller, der in Amriswil Libero gewesen ist. «In der Annahme ist Luca ein sicherer Wert. Wie schnell er im Angriff reinfindet, werden wir sehen», sagt Fölmli. Ergänzt wird die Position durch Bruno Jukic und Irian Mika von Traktor Basel. Damit ist keiner der vier Aussenangreifer grösser als 1,96 Meter. «Hier sind wir wohl am ehesten verwundbar.»

Mittelblock: Die Grösse, die auf der Aussenposition fehlt, findet sich mit den beiden Zweimeter-Männern Henrik Porkka und Marcel Häfliger in der Mitte gleich doppelt. Porkka, der im erweiterten Kader von EM-Teilnehmer Finnland steht, kommt von Näfels. «Porkka ist stark im Angriff, im Block und im Service können wir mehr herausholen», analysiert Fölmli. Häfliger, der nach seinem Rücktritt im Jahr 2019 reaktiviert wurde, hat seinen Wert in der NLA schon unter Beweis gestellt. «Nun wird sich zeigen, wie schnell er sich nach der Auszeit zurechtfindet.» Ergänzt wird das Duo durch Daniel Osoko (von B-Ligist Voléro Zürich). «Wenn möglich, kommt noch ein vierter Mittespieler. Das wird wohl ein junger Akteur sein, eine Wahnsinnsbombe können wir uns nicht leisten.»

Diagonalangriff: Diese «Bombe» haben die Luzerner auf der anderen Angriffsseite mit Edvarts Buivids für sich gewinnen können. Der 2,01-Meter grosse Lette, der mit seinem Team im September an die EM fährt, kehrt aus Amriswil zurück nach Luzern, wo er in der Saison 2019/20 NLA-Topskorer gewesen ist. «Wir wissen, was wir an ihm haben, gemeinsam mit Tim Köpfli wird er für die meisten unserer Punkte zuständig sein», so Fölmli. Sein Backup Dario Schmid sammelte in den letzten beiden Jahren bei Traktor Basel erste NLA-Erfahrung.

Passeur: Peer Harksen ist ein weiterer Königstransfer, der Zuger findet aus Lausanne zu Volley Luzern zurück. Der Schweizer Nationalspieler soll seine Teamkollegen mit seinem reichen Passrepertoire in Szene setzen. «Zudem ist Peer sehr emotional, er bringt Feuer ins Team. Er ist einer, der nie aufgibt und die anderen mitreisst», erklärt Fölmli. Sein Ersatz ist der bald 20-jährige Tobias Moser, der letzte Saison in Schönenwerd Zuspieler Nummer zwei war.

In vier Wochen ist Trainingsstart

Angesichts des verhältnismässig bescheidenen NLA-Etats von 220’000 Franken sind die Luzerner Errungenschaften auf dem Transfermarkt beachtlich. «Das wird cool, wir freuen uns alle auf den Start der neuen Saison. Wir haben eine schlagkräftige Truppe beisammen», frohlockt Geschäftsführer Richard Gehrlach. Und Trainer Fölmli fügt an: «Mit Blick auf unser Budget bin ich sehr zufrieden. Mit diesem Team kann man etwas erreichen.» Trainingsstart ist am 16. August, die Meisterschaft beginnt am 2. Oktober auswärts in Genf, das erste Heimspiel findet am Sonntag, 10. Oktober (17 Uhr) in der Bahnhofhalle gegen Amriswil statt.

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