Erster Punktgewinn nach erneuter Niederlage24.10.21

Nach der 0:3 Niederlage gegen Schönenwerd am ersten Spieltag des Doppelwochenendes, in welchem man erneut gute Ansätze zeigte, aber ohne Punkte blieb, stand das erste Auswärtsspiel der Saison an. Mit Näfels wartete ein   vermeintlich einfacherer Gegner, denn auch Näfels war wie Luzern bis dato sieglos.  Das Team von Headcoach Marco Fölmli war trotzt den zahlreichen, verletzungsbedingten Ausfällen hoch motivert und überzeugt, den ersten Sieg nach Hause bringen zu können.
Mit dieser Überzeugung starteten die Leuchtenstätdter dann auch in die Partie. Nach kurzer Zeit führte Luzern mit 8:3, auch weil Näfels den Start komplett verschlief. Näfels fand auch nach den Startminuten nicht den Rhytmus und wurde beinnahe überrollt. Nach der 16:8 Führung für das Gästeteam aus Luzern, war der Startsatz bereits vorzeitig entschieden. Mit 25:14 legten die Luzerner einen Traumstart hin.

Wer nun dachte, Luzern kann diesen Schwung mitnehmen und genau da weitermachen, wo man in Satz eins aufgehört hat, wurde eines besseren belehrt. Näfels, welches auf der Position des Zuspielers einen Wechsel vollzog, konnte den missglückten Startsatz bestens hintersich lassen und war von Beginn weg hellwach . Luzern jedoch war wie ausgewechselt. Eine zu ungenaue Annahme, ein dementsprechend leicht durchschaubares Angriffspiel und der Servicedruck liessen zu wünschen übrig. Erneut lautete das zwischenzeitliche Score 8:3, doch diesmal aus Sicht von Näfels und dieses überrollte nun Luzern. Als Fölmli mit den ihm gegebenen Möglichkeiten zu reagieren versuchte, verlor Luzern komplett den Rhytmus. 25:7 lautete das klare Verdikt und Luzern wurde zurück auf den Boden der Tatsachen geholt.

Die 10-Minuten Pause, welche Luzern in den ersten beiden Heimspielen gar nicht gut tat und man dann gegen Schönenwerd abfschaffte, wurde nun herzlichst begrüsst. Die Fölmli-Equipe konnte sich neu sammeln und so entwickelte sich im dritten Satz ein Kopf an Kopf rennen, welches man eigentlich von Beginn weg erwartete. Kein Team vermochte sich bis zur Money-Time abzusetzen. In eben dieser war es dann Luzern, welches kleverer agierte und den Satz verdient mit 25:22 gewinnen konnte.

Erneut war es dann Näfels, welches nach einem verlorenen Satz besser startete und eine solide 5-Punkteführung zu beginn des vierten Statzes herausspielen konnte. Und erneut verpasste Luzern, wie nach dem gewonnen ersten Satz, den Start des darauffolgenden. Wie so oft in der bisherigen Saison, war man zwar äusserst bemüht dies wieder wett zu machen, konnte jedoch den Fehlstart nicht kompensieren. Näfels verwaltete den Vorsprung solide und liess nicht viel zu, so dass es den vierten Durchgang verdient mit 25:19 für sich entscheiden konnte. Ein Tie-Break musste die Entscheidung bringen.

Der Entscheidungssatz war bis zum Spielstand von 5:4 aus sicht von Näfels ausgeglichen, als nach einer umstrittenen Schiedsrichterentscheidung Luzern völlig den tritt verlor. Erneut liess man sich zu sehr durch äussere Umstände irritieren und ein darauffolgendes Ass von Diagonalangreifer Strugar war ein Sinnbild davon. Zwar konnte Luzern bis zum Seitenwechsel beim Spielstand von 5:8 noch einigermassen mithalten, danach jedoch erzielte man kaum noch Punkte im Angriff. Näfels nun spektakulär und äusserst abgeklärt, beendete den Traum des ersten Sieges für Luzern.
Mit 15:7 gewann Näfels dieses Tie-Break und auch die Partie verdient, auch weil es sich von Satz zu Satz steigern konnte und kaum grosse Tiefs zu verzeichnen hatte.
Luzern muss erneut hinter die Bücher um vorallem die extremen Leistungsunterschiede wie in Satz eins und zwei, die vielen kleineren Up and Downs und vorallem den zu oft verschlafenen Start zu beseitigen.

Text: Luca Müller

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