Nathan Brochs neue Pläne mit Volley Luzern11.12.21

Volley Luzern braucht zum Abschluss des Jahres im Heimspiel gegen Näfels einen Sieg.


Bild: Pius Amrein - "Volley Luzern muss in den letzten acht Partien noch einiges an Punkten aufholen"

Text: Stephan Santschi - Luzerner Zeitung

 

An Spannung war das Auswärtsspiel vor einer Woche in Schönenwerd nicht zu überbieten: 2:2 stand es nach vier Sätzen, im Tiebreak gab es Matchbälle hüben wie drüben, ehe sich Volley Luzern schliesslich mit 21:19 den Sieg holte. Um in der Tabelle den Anschluss an die Playoff-Plätze (Top 4) zu schaffen, braucht es allerdings mehr. Als nächstes «drei Punkte am Sonntag», wie Nathan Broch betont. Dann treffen die Zentralschweizer im letzten Spiel des Jahres zu Hause auf Näfels (17 Uhr, Bahnhofhalle).

Broch ist seit dieser Saison einer der Aussenangreifer Luzerns. Der 21-Jährige aus Laufen (BL) wurde Ende Oktober kurzfristig verpflichtet, weil mit Tim Köpfli, Irian Mika, und Bruno Jukic zeitweise bis zu drei Akteure auf dieser Position verletzungsbedingt ausfielen. Seither ist Broch eine der Konstanten in der Aufstellung von Volley Luzern, kein Blender, aber ein zuverlässiger Arbeiter, oder wie es der Spieler selbst formuliert: «Im Angriff erhalte ich nicht viele Pässe, ich bin kein Go-to-Guy», also keiner, der die schwierigen Aufgaben zu lösen hat.

«Ich spiele unauffällig, versuche effektiv und möglichst fehlerfrei zu bleiben.»

Bisher gelingt ihm dies ziemlich gut, Broch trug in den letzten Wochen zur Stabilisierung und Leistungssteigerung der Luzerner bei.

Zwei Weltmeister inspirieren eine Region

Dabei hatte der 1,93-Meter grosse Akteur ursprünglich andere Pläne, im November wollte er ins Wintertraining der Beach-Volleyballer einsteigen. Mit Traktor Basel spielte er zwar jahrelang in der Halle und stieg 2019 als einer der Schlüsselspieler in die NLA auf. Sein Fokus aber lag auf dem Pendant im Sand. Die Basler Yves Haussener und Florian Breer, die 2014 die U17-Beach-WM gewannen, inspirierten eine ganze Region. «Sie waren grosse Vorbilder, ich wollte das Gleiche erreichen.»

Brochs Ziele im Beachvolley erhielten im Sommer aber einen Dämpfer, zur eigenen Überraschung ist er nicht ins Elitekader des Nationalverbands selektioniert worden. Seinem Vorwärtsdrang tat dies allerdings keinen Abbruch. «Ich spiele im besten NLA-Team meiner bisherigen Karriere, befinde mich in meiner besten Form und ich werde im nächsten Sommer auch im Sand mit dem besten Partner, den ich im Beach-Volleyball jemals hatte, neu angreifen», sagt Broch und bezieht sich mit Letzterem auf Simon Hagenbuch.

Aktuell liegt sein Fokus aber voll und ganz auf Volley Luzern, das in den letzten acht Spieltagen den Vier-Punkte-Rückstand auf Platz vier wettmachen will.

«Es wird nicht einfach, doch es ist nicht unmöglich»,

sagt Nathan Broch. Im Cup hofft er derweil auf ein besonderes Los, auf ein Duell mit seinem Stammklub Laufen. Der Zweitligist ist überraschend in den Achtelfinal vorgestossen, unter anderen mit Damian Broch in seinen Reihen, dem sechs Jahre älteren Bruder von Nathan.

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