Volley Luzern kommt in Fahrt - zweiter Sieg in Serie15.11.21

Das Männerteam von Volley Luzern macht einen 0:2-Rückstand wett und besiegt Chênois Genève mit 3:2.


Bild: Pius Amrein - "Luzerns Edvarts Buivids (rechts) erlebte Höhen und Tiefen"

Bericht von René Leupi - Luzerner Zeitung

 

«Wir wollen so gut spielen wie von einer Woche beim 3:0-Sieg über Jona», sagte Marco Fölmli vor dem Spiel gegen die Genfer mit einem zufriedenen Lachen im Gesicht. Zufrieden konnte der Luzerner Headcoach sein. Nicht immer mit der Qualität des Spiels, aber mit dem Engagement seiner Mannen, der kämpferischen Vorstellung, welche den zweiten Saisonsieg einbrachte und so den Anschluss ans breite Mittelfeld sicherte.

Hätten die Luzerner das Parkett als Verlierer verlassen, sie müssten sich an der eigenen Nase nehmen. Nach den verlorenen Startsätzen (je 23:25) brachte die Fölmli-Equipe Umgang Nummer drei souverän mit 25:19 ins Trockene. Und auch im lange ausgeglichenen vierten Satz hätten die Zentralschweizer den Sack frühzeitig zumachen und sich so zumindest einen Punkt sichern können. Doch sie zeigten Nerven, verspielten vier Satzbälle in Folge, die Angst vor dem siegbringenden Punkt wirkte lähmend denn befreiend. Als dann Nathan Broch mit einem Smash das 26:24 markierte, schien man in der Halle die Erleichterung der Spieler und Fans förmlich anlangen zu können. «Ich bin nicht gerade der Angreifer, der den Pass zugespielt bekommt», umschreibt der aus Laufen stammende Aussenangreifer diese Szene.

«Doch das perfekte Zuspiel von Peer Harksen musste ich einfach machen, ich hatte ja das ganze Feld offen.»

Genfer Topskorer wird zur tragischen Figur

Auch im Entscheidungssatz ging der Abnützungskampf weiter, oder in den Worten von Libero Jörg Gautschi ausgedrückt: «Wir mussten nochmals richtig ‹Guzzi› geben. Und genau das taten die Luzerner, während sich bei den Gästen die beiden englischen Wochen bemerkbar machten. Konzentration und Kräfte liessen nach, was die Luzerner eiskalt zu nutzen wussten. Zur tragischen Figur der Genfer avancierte Strahinja Brzakovic. Der Topskorer machte beim Stand von 14:13 mit einem Service ins Netz die Luzerner ungewollt zum nicht unverdienten Sieger. Der Serbe hatte den Einheimischen vor allem in den ersten beiden Sätzen mit wuchtigen Smashes grösste Probleme bereitet. Als er danach etwas abbaute, bekamen die Luzerner das Spiel und Gegner besser in den Griff.

Höhen und Tiefen durchlebte auch der Luzerner Topskorer. Von einer Verletzungspause zurückgekehrt, konnte Edvarts Buivids dem Spiel (noch) nicht jene Impulse verleihen, die man sich vom Letten gewohnt ist. Zu oft blieben seine Angriffe im Block hängen, zu oft landeten sie noch im Aus. Nur schon seine Präsenz hatte einen positiven Einfluss seine Mitspieler.

«Es war eine tolle Teamleistung, wir sind auf dem richtigen Weg»,

freute sich Jörg Gautschi. Dem ist nichts mehr anzufügen.

 

Volley Luzern – Chênois Genève 3:2
Sporthalle Bahnhof. – 150 Zuschauer. – SR Perdrizat/Simonovic. – Satzergebnisse: 23:25, 23:25, 25:19, 26:24, 15:13. – Spieldauer: 119 Minuten. – Luzern: Harksen, Mejia, Köpfli, Broch, Porkka, Buivids, Gautschti (Libero); Häfliger, Müller, Osoko. – Chênois Genève: Radic, van Zeist, Brzakovic, Chavers, Abramov, Liot, Hagenbuch (Libero); Marinkov, Perezic. – Bemerkungen: Luzern ohne Jukic und Mika (beide verletzt). Harksen und Brzakovic zu den besten Spielern ihres Teams gewählt.

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