Wichtiger Arbeitssieg für Volley Luzern12.12.21

Erfolgreicher Jahresabschluss für Volley Luzern: 3:1-Sieg gegen Näfels. Das Team bleibt damit im Playoff-Rennen.


Bild: Nadia Schärli - "Im Vorwärtsgang: Luzern mit Peer Harksen (am Ball) und Leandro Mejia"

Text: Stephan Santschi - Luzerner Zeitung

 

Den ersten Rückschlag ereilte Volley Luzern schon vor dem Spiel, und zwar mit einer Kunde aus Amriswil. Der souveräne Tabellenführer der NLA verlor erstmals – und dies ausgerechnet gegen Lausanne. Ein direkter Konkurrent im Kampf um die Playoffs (Top 4) ergatterte sich damit drei Bonuspunkte und setzte die Luzerner zusätzlich unter Druck. Ein makelloser Sieg im Heimspiel gegen Näfels war nun erst recht Pflicht, um die Sonnenseite der Tabelle nicht aus den Augen zu verlieren.

Der Start allerdings missriet, 21:25 ging der erste Satz verloren, weil die Annahmen zu wackelig und die Angriffe zu wenig entschlossen waren. Ein gebrauchter Sonntag also für Volley Luzern? Mitnichten. Die Mannschaft, die sich nach einem schwierigen Saisonstart in den vergangenen Wochen stabilisiert hat, besann sich auf ihre Qualitäten. Topskorer Edvarts Buivids drehte auf, war stark am Service und am Netz, auch die Abstimmung zwischen Block und Defensive funktionierte nun besser. «Wir wollten fortan mehr auf Float-Services setzen, um dem gegnerischen Angriff die Effizienz zu nehmen», sagte Luzerns Trainer Marco Fölmli und meinte damit den verstärkten Fokus auf Flatterbälle.

Spektaktel mit Buivids und Broch

Ohne Stolperer brachte das Heimteam die 16:10-Führung zwar nichts ins Trockene, mit 25:22 gelang aber der Satzausgleich. In der Folge spielten die Luzerner nicht entfesselt auf, dafür enthielt ihr Auftritt zu viele Ungenauigkeiten. Insgesamt agierten sie aber stabiler als Näfels, welches ohne Topskorer Bojan Strugar antrat und sich mehr unerzwungene Fehler leistete. Spektakulär war der Punkt, der im dritten Durchgang zum Satzball führte: Einen fast verlorenen Ball grub Buivids mit letztem Einsatz aus und bugsierte ihn derart genau Richtung Netz, dass Nathan Broch nur noch abzustauben brauchte.

Broch verwertete daraufhin auch den nächsten Punkt, Luzern führte 2:1. «In den entscheidenden Momenten trafen wir die besseren Entscheidungen», hielt Fölmli fest. Für sein Team galt es nun, den zweiten Dreipunktesieg der Saison einzufahren. Fehlt den Luzernern hierzu der Killerinstinkt? Vorübergehend schien es so, einen 16:14-Vorsprung in Satz vier verspielten sie auf billige Art und Weise, lagen plötzlich mit 16:19 zurück. Dann aber zeigte sich, dass ihr Spiel vielseitiger geworden ist. Nicht nur Buivids punktete in der Crunchtime, auch die Aussenangreifer Tim Köpfli und Nathan Broch oder Mitteblocker Leandro Mejía übernahmen Verantwortung.

Saisonende für Luca Müller

Die Zentralschweizer schafften nochmals den Anschluss, wehrten einen Satzball ab (23:24) und nutzten den ersten Matchball zum 3:1-Sieg. «Gut, sehr gut fühlt sich das an», befand Fölmli, «es war nicht berauschend, aber okay. Ein Arbeitssieg.» Der Rückstand auf Platz vier beträgt bei einem ausgetragenen Spiel mehr damit noch drei Punkte. Weiter geht es am 8. Januar mit dem Auswärtsspiel in Jona. Nicht mehr dabei sein wird Luca Müller, der sich einer Knieoperation unterziehen und die Saison beenden wird.

Männer. NLA: Luzern – Näfels 3:1 (21:25, 25:22, 25:21, 26:24). Amriswil – Lausanne 1:3 (15:25, 25:19, 22:25, 23:25). – Rangliste: 1. Amriswil 9/22. 2. Chênois-Genève 10/19. 3. Lausanne 10/17. 4. Schönenwerd 10/16. 5. Luzern 11/13. 6. Näfels 10/8. 7. Jona 8/7.

Luzern – Näfels 3:1
Bahnhofhalle. – Spieldauer: 103 Minuten. – Satzergebnisse: 21:25, 25:22, 25:21, 26:24. – Luzern: Porkka, Mejía, Gautschi (Libero), Köpfli, Jukic, Harksen, Buivids; Broch, Osoko, Häfliger, Müller.

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