Klarer Auswärtssieg gegen Uni Bern11.11.17

Luzern beeindruckt in Bern

Noch vor einer Woche kassierte Luzern eine bittere Heimniederlage gegen Näfels. Dies war umso enttäuschender, konnte man in dieser Saison vor eigenem Publikum noch keinen Satzgewinn verbuchen. Ganz anders präsentierte sich das Team um Lauren Bertolacci bei den Auswärtsspielen. Nach den beiden Vollerfolgen in Jona und Genf folgte nun der dritte Streich in Bern. Luzern dominierte den Aufsteiger und gewann verdient mit 3:0.

Die Zentralschweizer starteten fulminant in die Partie und setzten von Beginn weg ein Zeichen, dass man den Kampf gegen die Bären annehmen würde. Tolle Ballwechsel mit sehenswerten Verteidigungsaktionen auf beiden Seiten prägten die Anfangsphase. Im Gegensatz zu den Bernern wussten die Luzerner jedoch ihre Angriffe zu verwerten und gingen sogleich in Führung. Uni Bern, sichtlich überfordert mit dem Spielgeschehen, fand in der Folge keinen Weg an den Luzernern vorbei und fiel komplett auseinander. Luzern agierte weiterhin sehr fokussiert und setzte schliesslich zur Kür an. Eine Serviceserie von Strahinja Brzakovic beendete das Leiden der Berner in Satz eins mit 25:12!

Dass die Hauptstädter mehr auf dem Kasten hätten, bewiesen sie zuvor mit bemerkenswerten Auftritten gegen Lausanne, Amriswil und Schönenwerd. Dies betonte auch Trainerin Bertolacci bewusst in der Satzpause und forderte von ihren Schützlingen weiterhin volle Konzentration und Kampfgeist. Die Bluebrothers liessen den Worten Bertolaccis Taten folgen und übernahmen sofort wieder die Führung. Ulrich, Müller und Gautschi sorgten mit ihren präzisen Annahmen dafür, dass Zuspieler Harksen sämtliche Angreifer einsetzen konnte. Das Luzerner Spiel wurde entsprechend schnell gestaltet und die Berner Blockspieler kamen zu oft einen Schritt zu spät. So konnte man den Gegner stets auf Distanz halten und den früh erarbeiteten 5-Punkte-Vorsprung sicher nach Hause bringen (25:20).

Im dritten Satz schienen die Bären endlich erwacht. Berns Verteidigungsspezialist Mirco Gerson zeigte ungeahnte Blockqualitäten und verhalf den Gastgebern zu einer 5:1-Führung. Auf die darauf folgenden Provokationsversuche gegen Luzerns Topskorer Strahinja Brzakovic hätte der junge Beachvolleyballprofi aber besser verzichtet, denn der Serbe wurde dadurch nur angeheizt. Christopher Frame sorgte mit starken Anspielen dafür, dass die Berner Angriffe neutralisiert werden konnten und Brzakovic liess es anschliessend auf Seiten der Berner so richtig krachen. Luzern verwandelte den Rückstand innert Kürze in eine 6:5-Führung. Doch die Berner wehrten sich erfolgreich gegen die siebte Niederlage in Folge. 15:19 hiess das Verdikt aus Luzerner Sicht vor Satzende. Dann folgte ein beherzter Schlussspurt der Zentralschweizer. Marcel Häfliger überzeugte am Service und Luzern nutzte kurze Zeit später den ersten Matchball zum 25:22.

Das nächste Spiel findet am Sonntag, 19.11.2017 um 18.00 Uhr in Einsiedeln statt. Hoffentlich geht die positive Auswärtsserie weiter und das Team reist mit drei weiteren Punkten im Gepäck nach Luzern. (rw)

Hopp Blauwiis!

VBC Uni Bern – Volley Luzern: 0:3

Sätze: 12:25, 20:25, 22:25

Bern, Sporthalle ZSSW, 150 Zuschauer

Volley Luzern mit: Brzakovic, Frame, Gautschi, Häfliger, Harksen, Müller, Ulrich, Wicki, Amstutz, Stadelmann, Widmer, Willimann. Coach: Bertolacci, Sketcher.

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