Luzerner Zeitung: Jörg Gautschi: «Wir wollen zeigen, was in uns steckt»26.10.18
"Luzerns NLA-Männerteam verlor beide Auftaktspiele. Libero und Sportchef Jörg Gautschi (33) über Stärken und Schwächen der Mannschaft und die Devise für das Spiel am Sonntag gegen Näfels."
 
Bericht aus der Luzerner Zeitung von Theres Bühlmann, 
  • Libero Jörg Gautschi Volley Luzern. (Bild: Philipp Schmidli (Ebikon, 5. Oktober 2018)


Zitiert aus dem Bericht der Luzerner Zeitung vom 26.10.2018:

Jörg Gautschi, Luzern hatte einige gewichtige Abgänge zu verzeichnen, die mit Neuzuzügen kompensiert wurden. Wie haben sich diese in das Team integriert?

Das klappt gut, obwohl es nicht ganz einfach ist, denn mit sieben Zuzügen haben wir ein ganz neues Mannschaftsgefüge. Es ist so, dass sich alle im Team neu finden müssen, auch jene, die schon länger dabei sind.

Wo liegen denn die Stärken dieser Mannschaft?

Wir verfügen über grosses Potenzial und das stimmt mich sehr zuversichtlich. Zudem haben wir Spieler, die sich 100 Prozent und professionell auf den Volleyballsport konzentrieren können. Wir arbeiten alle sehr effektiv für unseren Sport.

Und die Schwächen?

Die Zusammenarbeit greift noch nicht optimal. Aber ich bin überzeugt, es wird von Spiel zu Spiel besser. Wir haben uns ja auch in den letzten Jahren im Laufe der Meisterschaften immer wieder gefunden und hatten Erfolg.

Die beiden Auftaktspiele gegen Bern und Schönenwerd gingen mit 1:3 verloren. Luzern hatte sehr gute Phasen, aber auch einige Durchhänger. Woher kommt dieser Umstand?

Die fehlenden Abstimmungen haben Einfluss auf das eigene Vertrauen und in jenes der Mitspieler, weil wir einige Spielzüge noch zu wenig erahnen können. Zudem setzt sich jeder unter Druck, weil er spürt, dass die Mechanismen noch nicht überall greifen. Aber wir arbeiten daran.

Mit Liam Sketcher hat Luzern einen neuen Trainer. Unterscheidet sich sein Training wesentlich von jenem seiner Vorgängerin Lauren Bertolacci?

Er setzt einige neue Akzente, vor allem im technischen Bereich. Er lässt uns mehr Freiraum. Dies bedeutet für uns im Gegenzug aber mehr Selbstdisziplin und eigenes Engagement.

Am Sonntag ist Näfels zu Gast. Die Glarner gelten als Titel­favorit, haben aber mit zwei Niederlagen auch einen Fehlstart hingelegt und stehen wie Luzern ohne Punkte da. Nun ist ein Sieg Pflicht, sonst könnte es im mentalen Bereich an die Substanz gehen.

Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Aber es wird ein Abnützungskampf auf beiden Seiten. Wir wollen die Chance nutzen, einen Schritt nach vorne machen und zeigen, was in uns steckt.

Das Ziel der Luzerner ist die Halbfinalqualifikation. Schafft die Equipe diese Vorgabe?

Es ist eine Tatsache, dass uns der Auftakt misslungen ist. Wir haben noch einen langen Weg vor uns, aber ich bin überzeugt, dass wir dieses Ziel erreichen können.

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