3:0 Sieg: Volley Luzern ist nicht wieder zu erkennen08.11.21

Volley Luzern holt gegen Jona den ersten Saisonsieg. Der Tabellenletzte gewinnt zu Hause diskussionslos mit 3:0.


Bild: Dominik Wunderlin - "Die Luzerner Peer Harksen (links) und Leandro Meija blocken einen Smash von Simon Margot."

Bericht von René Leupi - Luzerner Zeitung

 

Die Uhr in der Sporthalle Bahnhof in Luzern stand auf 18.18 Uhr, als Jona einen Smash ins Out beförderte und so Luzern nach fünf sieglosen Partien den ersten Vollerfolg bescherte. «Es war Zeit für den ersten Saisonsieg», freute sich Luca Müller, der das Topskorertrikot anstelle des am Rücken verletzten Edvarts Buivids getragen hatte. Der 27-Jährige machte aber nicht das Shirt für seine starke Leistung verantwortlich, sondern fand die Ursache in der Aussprache vom vergangenen Dienstag.

«Wir liessen das Training ausfallen, eruierten in einer Sitzung mit dem Staff die Fehler der vergangenen Spiele und legten fest, was wir in Zukunft besser machen müssen.»

Diese Aussprache zeigte Wirkung: Was die Luzerner im ersten Satz auf das Parkett zauberten, war das Beste, was man in den ersten sechs Saisonspielen von der Fölmli-Truppe gesehen hatte. Perfekte Annahmen, starke Blockarbeit, hart servierte Aufschläge und präzise Abschlüsse. Nach nur 18 Minuten machte der Finne Henrik Porkka mit einem Smash den Sack im ersten Satz zu – 25:12.

Viele Servicefehler hüben wie drüben

Der zweite Umgang verlief dann etwas harziger, die Luzerner lagen fast immer vorne, brachten sich aber nach der 20:16-Führung mit Servicefehlern nochmals selber in Bedrängnis. In der Folge setzten die St. Galler aber ihrerseits drei Aufschläge ins Netz. Leandro Mejia, der beste Mann auf dem Parkett, sicherte den Luzernern letztlich mit einem Smash den verdienten Satzgewinn (25:23) und eine komfortable 2:0-Führung.

Wer nun im dritten Satz einen Einbruch erwartet hatte, sah sich getäuscht. Die Luzerner liessen sich auch von Drei-Punkte-Rückständen (2:5, 5:8, 6:9, 9:12) nicht aus der Ruhe bringen, zogen ihre starke Kollektivleistung durch, machten so die Leistungsschwankungen innerhalb eines Satzes in den letzten Partien vergessen – 25:23. «Alle unsere Aktionen hatten Hand und Fuss», befand später Libero Jörg Gautschi. Es habe sich auch ausbezahlt, dass die Mannschaft in den letzten zwei Wochen konstant zusammen hätte trainieren können, was bei jedem einzelnen ein gutes Gefühl im Kopf ausgelöst hätte.

«Ich bin happy», sagte Coach Marco Fölmli,

«ich hoffe, dass nun der Druck von den Spielern gewichen ist, und dass uns dieser Sieg für die nächsten Spiele weiter Schub verleihen wird.»

Der 41-Jährige ist überzeugt, dass ausser dem souveränen Leader Amriswil alle Teams in Reichweite der Luzerner liegen würden. Am Wochenende gegen Chênois kehrt Topskorer Buivids ins Team zurück, was dem Trainer zusätzliche Optionen bieten wird. «Wir haben mit den Genfern noch eine Rechnung offen», verrät Fölmli. Zur Erinnerung: Ende Oktober verpassten die Westschweizer den Luzernern eine 0:3-Klatsche.

Volley Luzern – Jona 3:0
Sporthalle Bahnhof. – 150 Zuschauer. – SR Perdrizat/Simonovic. – Satzergebnisse: 25:12, 25:23, 25:22. – Spieldauer: 72 Minuten. – Luzern: Harksen, Mejia, Müller, Köpfli, Schmid, Porkka, Gautschi (Libero); Broch, Häfliger, Moser. – Jona: Conconi, Menner, Habr, Caviezel, Beeler, Maag, Blaser (Libero); Margot, Finshi. – Bemerkungen: Luzern ohne Buivids, Jukic und Mika (alle verletzt).

zurück zur Übersicht